Sydney Surfen
Surfen in Sydney
Sydney ist ein Mekka für Profisurfer und solche, die es noch werden wollen. Egal ob Manly, Bondi oder dazwischen, an allen Ecken der Stadt boomt das Surfbusiness. Doch aller Anfang ist schwer: ein eigenes Surfboard, gute Windverhältnisse oder vielleicht auch ein Kurs mit einem professionellen Lehrer sind nötig, um diesen Sport zu erlernen. Die Wellen sind hoch und die Kraft der Strömung sollte nie unterschätzt werden.
Wer das Surfen zuerst einmal nur ausprobieren möchte, kann sich fast an jedem Strand Boards ausleihen. Normalerweise beträgt die Gebühr für zwei Stunden zirka zwanzig Dollar. Der Verkäufer rät Anfängern normalerweise zu einem eher größeren Board, da das Erlernen damit leichter fällt. Es schadet nie vorher einen lokalen Rettungsschwimmer zu befragen, welcher Strandabschnitt am besten zum Surfen geeignet ist. In Sydney sind die Strände bei stürmischen Wetterverhältnissen oder aufgrund von Quallenalarm manchmal gesperrt, solche Tage eignen sich weniger, um eine Surferkarriere zu starten. Kälteempfindliche Menschen sollten daran denken einen Neoprenanzug einzupacken, dieser schützt außerdem vor Schürfwunden und gefährlichen UV-Strahlen.
Wie das Surfen funktioniert, ist schnell erklärt, doch schwer zu erlernen: Vor dem Gang ins Meer legt sich jeder Surfer die ‚Rope’, das Seil, das am Surfboard befestigt ist, um den rechten Fuß. Das Seil bewahrt einen davor, das Board im stürmischen Ozean zu verlieren. Danach nimmt man das Board unter den Arm und versucht so weit wie möglich ins Meer hinein zu laufen. Wenn das Wasser bereits bis zu den Schultern reicht, krabbelt der wagemutige Surfer auf das Board und legt sich auf den Bauch. Um den Halt zu verbessern, sollte das Board vor jedem Surfgang gewachst werden. Normalerweise übernimmt der Verleiher das Wachsen, da Anfänger wenig über die richtige Wachsbehandlung Bescheid wissen. Sobald sie auf dem Bauch liegen, beginnen Surfer nach draußen zu paddeln. Große Wellen, die sich vor einem auftürmen, können mit einem kleinen Tauchgang hindurch am besten umgangen werden. Dabei wird die Spitze des Boards, die normalerweise immer aus dem Wasser schaut, nach unten gedrückt. Wenn der Punkt kurz bevor die hohen Wellen brechen erreicht ist, wird eigentlich nur noch abgewartet, bis sich eine geeignete Welle nähert. Man dreht sich um und startet einen dynamischen Paddelvorgang mit den Armen, sobald das Gefühl eintritt, dass sich hinter einem etwas Großes zusammenbraut. Je größer das Surfboard ist, umso größer ist die Chance, dass einen die große Welle auch mitnimmt. Während einen die Welle zurück zum Ufer treibt, können die ersten Versuche unternommen werden, aufzustehen. Zuerst auf die Knie und dann langsam aufrichten lautet die Devise.
Wer länger als ein paar Wochen in Sydney bleibt, sollte sich unbedingt ein eigenes Board zulegen. In den meisten Surfershops bekommt man gebrauchte Surfboards inklusive Zubehör zu günstigen Preisen. Vor Abreise können die liebgewonnenen Bretter entweder an den Surfshop für mindestens den halben Preis zurückverkauft werden oder es findet sich ein anderer Backpacker, der das Surfboard natürlich zu einem höheren Preis kaufen möchte. Der Preis hängt immer vom Zustand ab, deshalb sollte das Board stets mit Liebe gepflegt werden. Nach dem Wellenreiten sollte man immer den Sand abwaschen, damit er nicht am Wachs kleben bleibt. Um den Transport zu erleichtern, bieten viele Surfshops große Tragetaschen an. Der Busfahrer freut sich und außerdem entstehen weniger Kratzer, falls das Board einmal einen anderen Gegenstand streifen sollte.
Im Süden Sydneys sind Bondi, Tamarama, Coogee, Marouba und Cronulla die beliebtesten Surfstrände. Die Northern Beachs Manly, Freshwater, Curl Curl, Dee Why, Mona Vale und Newport eignen sich ebenfalls hervorragend zum Wellenreiten. Der einzige Strand, den Anfänger meiden sollten, ist Narrabeen Beach. Der Vorort Narrabeen verfügt über eine starke lokale Surfgemeinde, die den Strand für sich beansprucht und fremde Surfer nicht duldet. Generell sollten Surfanfänger nie alleine losziehen und an Stränden üben, die von Rettungsschwimmern überwacht werden. Der Abstand zu anderen Surfern sollte möglichst groß sein, um gegenseitige Verletzungen, die beim Ineinanderfahren passieren können, auszuschließen. Die ersten Erfolge lösen bei den meisten Anfängern derartige Glücksgefühle aus, sodass sie dem Sport verfallen und ab da an jede Gelegenheit nutzen, um auf den hohen Wellen Sydneys zu reiten.

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